Wenn selbst Wasser nicht drin bleibt
Chemotherapie rettet Leben, aber sie fordert einen hohen Preis. Die Übelkeit, die viele Patienten während und nach den Infusionen erleben, gehört zum Schlimmsten, was eine medizinische Behandlung mit sich bringen kann. Manche Patienten müssen sich stundenlang übergeben, können tagelang nichts essen und verlieren in wenigen Wochen zehn oder mehr Kilogramm. Herkömmliche Mittel gegen Übelkeit - Ondansetron, Granisetron, Dexamethason - helfen vielen, aber nicht allen. Etwa 20 bis 30 Prozent der Chemo-Patienten leiden trotz dieser Medikamente weiter unter schwerer Übelkeit. Und genau für diese Patienten gibt es Cannabis. THC ist eines der stärksten bekannten Mittel gegen Übelkeit. Es wirkt über CB1-Rezeptoren im Brechzentrum des Hirnstamms und unterdrückt den Brechreiz direkt dort, wo er entsteht. Das ist keine neue Erkenntnis - Dronabinol (synthetisches THC) und Nabilon sind seit Jahrzehnten als Medikamente gegen Chemo-Übelkeit zugelassen. Natürliche Cannabis-Blüten können noch besser wirken, weil die Kombination aller Pflanzenstoffe - THC, CBD, Terpene - einen stärkeren Effekt hat als THC allein.
Nicht nur gegen Übelkeit
Für Krebspatienten ist Cannabis oft mehr als ein Mittel gegen Brechreiz. Die Chemotherapie bringt einen ganzen Rattenschwanz an Beschwerden mit sich: Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust, Schmerzen, Schlafstörungen, Angst und depressive Verstimmungen. Cannabis kann mehrere davon gleichzeitig behandeln. THC regt den Appetit an, lindert Schmerzen und verbessert den Schlaf. CBD dämpft die Angst und stabilisiert die Stimmung. Viele Onkologen empfehlen Cannabis deshalb als unterstützende Therapie während der gesamten Krebsbehandlung. Die Einnahme sollte mit dem behandelnden Onkologen abgestimmt sein - theoretisch gibt es Wechselwirkungen mit bestimmten Chemotherapeutika, in der Praxis sind sie aber selten relevant. Bei akuter Übelkeit ist ein Vaporizer am schnellsten: Innerhalb von Minuten lässt der Brechreiz nach. Patienten, die nicht inhalieren können, nehmen Tropfen unter die Zunge oder Kapseln. Die Wirkung setzt dann nach 30 bis 60 Minuten ein, hält dafür aber länger an.
Zugang und Kostenübernahme
Die gute Nachricht für Krebspatienten: Bei Chemotherapie-bedingter Übelkeit sind die Chancen auf Kostenübernahme durch die Krankenkasse gut. Die Indikation ist anerkannt, die Evidenz stark, und der Medizinische Dienst genehmigt hier häufiger als bei anderen Indikationen. Telemedizin-Plattformen ermöglichen die ärztliche Beratung per Video - wichtig für Patienten, die zu geschwächt für einen Praxisbesuch sind. Anbieter mit Arzt-Service können die Abstimmung mit dem Onkologen erleichtern und helfen beim Kassenantrag. Bei der Wahl des Anbieters ist die Lieferzuverlässigkeit entscheidend: Wenn nach der Chemo das Cannabis gebraucht wird, darf es nicht tagelang beim Versand hängen. All-in-One-Anbieter mit eigener Apotheke haben oft kürzere Lieferzeiten als Plattformen, die über externe Apotheken verschicken. Gute Versandapotheken beraten auch telefonisch zu Wechselwirkungen und helfen bei der Sortenwahl. Die Kosten liegen bei 80 bis 250 Euro monatlich, werden aber bei genehmigtem Kassenantrag erstattet. Auch die psychische Belastung einer Krebsdiagnose darf nicht unterschätzt werden - Cannabis kann hier eine Brücke sein, die den Alltag erträglicher macht, während man sich auf das Wesentliche konzentriert: gesund zu werden.
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