Nervenschmerzen - eine andere Art von Schmerz
Neuropathische Schmerzen fühlen sich anders an als ein gebrochener Knochen oder eine Entzündung. Es brennt, kribbelt, sticht, als würden Ameisen unter der Haut laufen oder als hätte jemand die Nervenenden mit Sandpapier bearbeitet. Manchmal ist die Haut so empfindlich, dass schon eine Bettdecke auf den Füßen unerträglich wird. Und dann gibt es Momente, in denen plötzlich ein elektrisierender Schmerz durch den Körper schießt, ohne Vorwarnung. Neuropathie entsteht, wenn Nerven geschädigt sind - durch Diabetes (die häufigste Ursache), durch Chemotherapie, nach einer Gürtelrose, bei Bandscheibenvorfällen oder Multipler Sklerose. Das Problem: Herkömmliche Schmerzmittel wie Ibuprofen helfen bei Nervenschmerzen praktisch nicht, weil der Schmerz nicht durch eine Entzündung oder Verletzung im Gewebe entsteht, sondern im Nerv selbst. Die Standardmedikamente Pregabalin und Gabapentin wirken bei etwa der Hälfte der Patienten, machen aber oft benommen, verursachen Schwindel und führen zu Gewichtszunahme. Cannabis ist eine der am besten erforschten Alternativen. Mehrere kontrollierte Studien zeigen eine Schmerzreduktion um durchschnittlich 30 Prozent - in der Schmerzmedizin gilt das als klinisch relevant.
Wie Cannabis bei Nervenschmerzen wirkt
THC greift dort ein, wo der Schmerz verarbeitet wird: im zentralen Nervensystem. Es dämpft die überaktiven Schmerzsignale, die geschädigte Nerven ständig ans Gehirn schicken. CBD wirkt nervenschützend und kann dazu beitragen, dass sich geschädigte Nervenfasern schneller erholen. Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie listet Cannabis als Behandlungsoption bei therapieresistenter Neuropathie - das heißt, es ist nicht nur Erfahrungsmedizin, sondern fachlich anerkannt. Viele Patienten kombinieren CBD-Öl als tägliche Basismedikation mit THC-Blüten im Vaporizer für akute Schmerzspitzen. Das CBD sorgt dafür, dass der Grundschmerz erträglicher wird, und der Vaporizer bietet schnelle Hilfe, wenn ein Nervenschmerz-Anfall kommt. Die Einstellung braucht etwas Zeit, weil die optimale Dosis bei Neuropathie individuell sehr verschieden ist. Manche Patienten kommen mit einer niedrigen CBD-Dosis aus, andere brauchen zusätzlich THC.
Rezept, Kosten und Kassenübernahme
Neuropathie gehört zu den Indikationen, bei denen Cannabis-Rezepte vergleichsweise leicht zu bekommen sind. Ein Neurologe, der die Neuropathie dokumentiert hat und bestätigt, dass Pregabalin oder Gabapentin nicht ausreichend helfen, hat gute Argumente für ein Rezept. Telemedizin-Plattformen bieten schnellen Zugang zur Erstberatung, oft innerhalb weniger Tage. All-in-One-Anbieter übernehmen den gesamten Prozess bis zur Lieferung. Auch die Kostenübernahme durch die Krankenkasse hat bei Neuropathie gute Chancen, weil die Studienlage überzeugend ist. Die monatlichen Kosten liegen bei 80 bis 200 Euro. Diabetische Neuropathie betrifft bis zu 50 Prozent aller Diabetiker und ist damit sehr häufig. Chemotherapie-induzierte Neuropathie ist eine weitere häufige Form, die oft auch nach Ende der Chemo bestehen bleibt. In beiden Fällen kann Cannabis eine echte Verbesserung bringen. Neuropathie überschneidet sich häufig mit chronischen Schmerzen, Fibromyalgie und Spastik. Anbieter mit Arzt-Service helfen bei der individuellen Einstellung und begleiten den Antragsprozess bei der Krankenkasse. Auf unserer Anbieterübersicht finden Sie Plattformen mit Erfahrung bei Neuropathie.
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